Meine Erlebnisse in Chiang Rai

(von Jule, 24.11.2014)

Thailand - ich bin in Chiang Rai gelandet. Völlig ahnungslos, was mich erwarten wird, wurde ich von einem Mitarbeiter der Hope for Life Foundation am Flughafen abgeholt; und bin voller Überzeugung auf den Fahrersitz gestiegen. Achtung - Linksverkehr! An der Unterkunft angekommen, wurde ich total lieb von den anderen Freiwilligen, die alle schon länger da waren und somit kurz vor der Abreise standen, in Empfang genommen. Mir wurde mein Raum gezeigt und alles Wichtige erklärt. Danach habe ich meinen Koffer ausgepackt und abends ging es direkt auf die Saturday Walking Street. Ein großer, thailändischer Nachtmarkt, mit Musik und Tanz und ganz vielen thailändischen Spezialitäten. Eine super Atmosphäre, dass man sich direkt wohlgefühlt hat.

 Die ersten beiden Wochen vergingen super schnell. Ich habe meinen Schuldirektor kennengelernt, der mir gezeigt hat, wie der thailändische Schulalltag aussieht und schon stand ich als Lehrerin vor der Klasse. Dadurch, dass die Kids kaum Englisch verstanden haben und ich in der kurzen Zeit kein Thai lernen konnte, war die Verständigung recht schwierig, aber mit Händen und Füßen und Kreativität findet man immer einen Weg. In den Pausen kamen die Schüler dann auch oft an, haben einen an die Hand genommen und einem gezeigt, dass sie dich gern haben.

Da ich nur 6-9 Wochenstunden zu Unterrichten hatte, blieb noch viel Zeit Chiang Rai zu entdecken. Wir haben uns den White Tempel angesehen, waren im Kino, beim Yoga, auf Nachtmärkten, in thailändischen Clubs und Bars, bei der Massage und und und. Es gab so viel zu tun und zu entdecken, dass die Zeit super schnell verging. Und falls man für ein Wochenende mal keine Pläne hatte, ist man einfach zur Busstation getrampt, hat sich in einen Bus gesetzt und ist an einen Ort gefahren, den man noch nicht kannte. So sind wir zum Beispiel nach Chiang Mai gefahren, waren feiern, haben dort eine Nacht in einem Hostel geschlafen und waren am nächsten Morgen im "Art in Paradise" - einer 3D Galerie, mit Wandgemälden, sodass man sich vor die Wände stellen konnte und es auf den Fotos so aussah, als ob man in die Bilder integriert wäre. Die Bilder sind der Hammer!

Dann wurde ich zu einem Seminar eingeladen, bei dem ein Paar von uns Freiwilligen ca. 40 Rektoren aus dem Umfeld, 3 Tage lang in Englisch coachen sollten. Zuerst war die Vorstellung natürlich ein bisschen merkwürdig, dann hat es aber total Spaß gemacht und auch das Verhältnis zwischen den Rektoren und uns Freiwilligen war richtig freundschaftlich. Thais sind sowieso herzensgute Menschen, die total offen und gastfreundlich sind. Auch wenn das mit der Englischen Sprache für sie nicht so einfach ist.

Im Laufe der ersten beiden Wochen haben die anderen Freiwilligen dann ihre Heimreise angetreten, was natürlich total schade war, da wir uns alle richtig gut verstanden haben. Aber dafür kamen auch Neue, sodass man noch mehr Kontakte geknüpft hat und sich innerhalb der kurzen Zeit richtige Freundschaften entwickelt haben. Nach 2 Wochen hat man sich dann auch richtig eingelebt und der Alltag ist eingekehrt. Durch die viele Freizeit, hat man die Möglichkeit sich eine Menge anzusehen und so bin ich mit Laura, meiner Mitbewohnerin und Freundin, zum goldenen Dreieck gefahren, wo wir eine Bootstour gemacht haben, sodass wir auch Mianmar gesehen haben und in Laos waren.

Und schon waren 3 Wochen um und ich musste fast schon wieder zurück. Zu Beginn der 4. Woche sind wir nach Mae Sai gefahren, wo wir die neuen Freiwilligen kennengelernt haben, die jetzt auch für ein Jahr in sind. Sie hatten dort ihr Einführungsseminar, wo grundlegendes geklärt und sie ein bisschen in Thai unterrichtet wurden. Daneben blieb aber auch noch genügend Zeit um sich Mae Sai anzusehen. Gegen Ende der letzten Woche haben wir nochmal einen Ausflug zu einem Nationalpark gemacht, wo wir einfach ein bisschen gewandert sind. Die Landschaft ist einfach ein Traum und wirklich sehenswert! Am letzte Wochenende waren wir zum Abschied Cocktailtrinken, nochmal feiern und ein letztes Mal auf der Walking Street.

Insgesamt kann ich sagen, dass es eine wunderschöne Zeit war, in der ich eine völlig andere, neue, aber schöne Kultur kennengelernt habe - einen ganz neuen Lebensstil -, tolle Erfahrungen gemacht hab, mein Leben durch liebenswerte Menschen bereichert habe und unglaubliche Erinnerungen zurück mit nach Deutschland genommen habe.
Als ich im Flieger zurück nach Hause saß, war ich wirklich traurig. Ich wusste, dass ich die Zeit, das völlig sorgenfreie Leben dort, vermissen würde. Und so ist es.
Aber die Erinnerungen und Erfahrungen bleiben; genau wie die Möglichkeit irgendwann noch einmal zurückzugehen.


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