Unsere Zeit im Elefantenprojekt

(von Iris, Pia-Sophie und Nicole, 15.09.2016)


Mittlerweile bin ich schon 3 Wochen in Nepal. Ich wurde herzlichst empfangen und habe mich deshalb sehr schnell eingelebt. Die Kultur bzw. Lebensweise unterscheidet sich stark zur deutschen. Nach einigen Tagen lässt man sich von der Fröhlichkeit und Gelassenheit der Einheimischen anstecken. Die Arbeit mit den Elefanten macht mir sehr viel Spaß, auch wenn mir das Aufstehen um halb 5 Uhr morgens am Anfang schwer fiel. Die Maschine zur Papierherstellung ist im Moment defekt, somit habe ich viel Freizeit und kann diese im Kinderheim oder mit den Schülerinnen verbringen. Meistens singen oder tanzen wir. Es ist schön mit anzusehen mit welcher Freude und Ehrgeiz alle mitmachen. 

Um 15 Uhr stellen wir täglich "Kutschies", das Elefantenfutter aus Reis und Reisgras her. Das machen alle Freiwilligen zusammen. Man hat jede Menge Zeit um sich zu unterhalten und lernt sich somit untereinander sehr gut kennen. 

Ich war auch schon in Lumbini um den Geburtsort von Buddha zu besichtigen und habe eine zweitägige trekkingtour in Pokhara gemacht. Die Zeit vergeht wie im Flug, das einzige was ich aus Deutschland vermisse ist Schwarzbrot und Käse, trotz dem leckeren dhal bat mittags und abends wünscht man sich nach 3 Wochen doch etwas Abwechslung.
Iris 04.09.16
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Ich entschied mich für einen dreiwöchigen Freiwilligeneinsatz im Elefantenprojekt. Ich war sehr aufgeregt nach Nepal zu reisen, denn es war meine erste Reise, die so weit weg führte und welche ich allein antritt.

Die Reise von Kathmandu zum Chitwan Nationalpark war sehr lang und auch aufregend, doch dann endlich angekommen landete ich erstmal im falschen Hotel, denn mir wurde in Kathmandu nichts genaueres über meinen Einsatz dort erzählt. Doch dann endlich am richtigen Ort und im richtigen Hotel angekommen, fühlte ich mich gleich richtig wohl und aufgehoben. Mit mir waren gleichzeitig noch einige andere Freiwillige aus Deutschland dort, sodass ich mich auch relativ schnell einleben konnte. Auch die Einheimischen dort, also die Besitzer und Angestellten des Hotels waren super nett und haben mich gleich herzlich aufgenommen. 

Zu meinen festen Aufgaben im Elefantenprojekt zählten das morgendliche Ausmisten der Ställe und das Vorbereiten der Elefanten für die Safari. Außerdem halfen wir dabei das Futter für die Elefanten zu machen, was zunächst schwieriger ist als man denkt. Dabei bindet man Reisgras so zusammen, dass man Reis hineinfüllen kann und gibt es dann den Elefanten zu fressen. Darüberhinaus hat man die Möglichkeit ins Kinderheim oder in die Schule zugehen, im Papershop oder bei dem was gerade im Hotel anfällt zu helfen.

Also bis jetzt bin ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden und würde es jeder Zeit wieder machen. Nepal ist so ein interessantes, aufregendes und prägendes Land und ist es auf jeden Wert einmal bereist zu werden. Ich bin sehr gespannt, was hier noch auf mich zukommen wird.
Pia-Sophie 02.09.16
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In Nepal angekommen wird man direkt am Flughafen mit den nepalesischen, kulturellen Gegebenheiten konfrontiert. Zig Taxi-Fahrer haben auf mich eingeredet um mein Hotel, Ziel oder eventuellen Transport-Bedarf in Erfahrung zu bringen. Zum Glueck lief mit der Abholung durch die Partnerorganisation alles gut und ich wurde direkt in ein Hotel in Thamel gebracht. Wie bereits andere Freiwillige an dieser Stelle erwaehnt haben, wurde auch ich einfach nur am Hotel abgesetzt und habe kein Abendessen erhalten. Also nach kurzem frisch machen direkt rein ins Abenteuer und Thamel auf eigene Faust erkunden (keine Probleme, alle Menschen super freundlich).


Direkt am naechsten Tag in der Frueh wurde ich dann zum Bus nach Chitwan gebracht. Die Fahrt war mit 8 Stunden Dauer schon anstrengend, vor allem wenn man den nepalesischen Fahrstil noch nicht kennt. Allerdings hat sich im nachhinein herausgestellt, dass die Dauer meiner Fahrt noch gut war, das kann sonst wohl gut auch doppelt so lange dauern (durch Landslides, starke Regenfaelle usw.). Also: WELCOME TO NEPAL!

Nach Ankunft am Einsatzort im Parkside Hotel in Sauraha, Chitwan habe ich direkt die anderen Volunteers kennen gelernt. Wir waren insgesamt 7 Freiwillige, aber in verschiedenen Projekten eingesetzt. Im Elefanten-Pflege Projekt waren wir zu dritt und haben die 4 Elefantenreiter zweimal taeglich bei Ihrer Arbeit unterstuetzt. Morgens um 05:00 Uhr haben wir die Staelle der beiden Elefantendamen Puja und Asa gesaeubert und anschliessend die Elefanten fuer die Morgensafari vorbereitet (Umfang meistens ca. 30 Minuten). Von den super freundlichen Menschen, die dort arbeiten, gab es oft direkt den ersten Chiya-Tee (unglaublich lecker).

Nach kurzem Power-Nap gab es ab 07:00 Uhr Fruehstueck. Fuer uns das absoulte Essens-Highlight des Tages (Milchtee mit Toast, Butter, Marmalade, Ei-Omelette und als Specials dazu haeufig Pancakes oder gebratene Kartoffeln). Ansonsten gab es Mittags und Abends zweimal taeglich Dal Baht. Fuer Nepalesen ist es ganz normal, nur zweimal taeglich dieses Gericht, das aus Reis mit Kartoffelgemuese und gelber Linsensosse besteht, zu essen. Am Anfang etwas merkwuerdig, so muss ich sagen, dass ich diese Ernaehrungsweise nach den ersten Tagen immer mehr mochte und auch jetzt im Rueckblick das taegliche Dal Baht ab und zu vermisse. Allerdings haben wir Freiwilligen natuerlich auch oefter mal in den zahlreichen Restaurants gegessen, in denen man grosse Mahlzeiten fuer in etwa 3 - 4 Euro erhaelt.

Nachmittags stand taeglich meine Hauptaufgabe im Projekt an. Die Vorbereitung der "Kutchi", also des Futters der Elefanten. Man sollte nicht zu zimperlich sein, denn teilweise kann es schon passieren, dass man sich an den scharfen Kanten des Elefantengrases schneidet. Deswegen war es auch wesentlich leichter, als wir ab und zu kein frisches Gras, sondern trockenes Stroh fuer die Kutchi verwendet haben (Umfang ca. 2 - 3 Stunden). Dazu haben wir die Elefantenreiter zweimal beim Gras-Schneiden unterstuetzt (tatsaechlich noch mit einem Sichelartigem Messer, per Hand). Ausserdem durften wir einmal ein paar Angestellte beim Fischen unterstuetzen (nur mit Haenden und einem grossen Netz), sowie oefter den Hoffrauen bei der Vorbereitung des Dal Bahts helfen.

Insgesamt war der taegliche Arbeitsaufwand sehr ueberschaubar und es blieb einiges an Freizeit. Diese habe ich oft im Elefant Dung Paper Shop oder mit den anderen Freiwilligen in dem kleinen Staedtchen Sauraha verbracht. Abends haben wir uns taeglich zusammen gesetzt und viele verschiedene Gesellschaftsspiele gespielt. Ausserdem habe ich an einem Dschungel-Walk und bei einer Jeep-Safari teilgenommen, sowie einen Ausflug zum Elefant-Breeding Center gemacht. Sehr eindrucksvoll, man sieht viele verschiedene Tiere, auch Nashoerner. 

Absolutes Highlight waren die Ausfluege nach Pokhara (2 Naechte) und Lumbini (1 Nacht), die ich mit den anderen Freiwilligen unternommen habe. Auch durch das Parkside Hotel haben wir viel Hilfe bei der Buchung der Busse und der Hotels erhalten. Es war spitze, dass wir Volunteers auch alle zusammen gleichzeitig nach Lumbini fahren durften.

Insgesamt war die Zeit im Chitwan-Nationalpark unvergesslich. Die Leute im Hotel waren absolut nett, offen, freundlich und hilfsbereit. Sie haben uns staendig mit Tee versorgt und uns vom ersten Moment an in alle Sachen miteingeschlossen. Die Elefanten sind wunderbare Tiere und es war eine super Erfahrung, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Ich spiele auf jeden Fall mit dem Gedanken in 1 - 2 Jahren noch einmal zurueck zu gehen. 

Als ich mich verabschieden musste war ich wirklich sehr traurig, habe mich aber gleichzeitig schon auf die Stadttour durch Kathmandu gefreut (diese stand ja immer noch aus). Allerdings muss ich dazu sagen, dass es schon sehr stressig ist, die 4 Hauptsehenswuerdigkeiten alle an einem Tag abzuklappern und nur sehr kurze Zeit an den Orten zu bleiben.

Alles in allem war das Freiwilligen-Projekt in Nepal eine spitzen Erfahrung, die ich jedem anderen, der mit dem Gedanken spielt, weiterempfehlen wuerde. 
Nicole 12.08.16 

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