Kinder betreuen im Children Centre in Nairobi

(von Leah und Frederic, 01.11.2016)

Noch in Deutschland am Flughafen habe ich mich mit einem anderen Volunteer getroffen, der mit mir das Projekt zusammen macht. In Nairobi am Flughafen angekommen, wurden wir von dem Vater unserer Gastfamilie abgeholt und sind zu ihm nach Hause gefahren. Am nächsten Tag (Freitag) war der Einführungstag. Das Children Center wurde uns gezeigt und wir hatten den ersten Kontakt mit den Kindern, welche alle total aufgeschlossen und erfreut waren uns zu sehen.

Ich bin für die zweite Klasse verantwortlich, da sie gerade mit einer Arbeit fertig geworden sind, gab es am Freitag noch nicht so viel zu tun. Daher haben wir viel gesungen und ein paar Spiele gespielt und dadurch uns erst mal alle etwas kennen gelernt. Die Kinder haben super mitgemacht wodurch alles sehr einfach ging. Anschließend sind wir mit den anderen Klassen noch raus auf den Hof gegangen und haben da etwas Sport gemacht, dabei hatten die Kinder vor allem Spaß! 

Am Samstag sind der andere Volunteer und ich dann in die Stadt gefahren, wir haben uns einen ersten Überblick verschafft und sind dann einfach noch etwas durch die Stadt gelaufen. Sonntags ist hier immer Kirche, kein Vergleich zu deutsche Kirchen. Hier hat man wirklich das Gefühl die Kirche lebt. Kirche war hier so schön, dass wir beschlossen haben am nächsten Wochenende gleich wieder mitzukommen. 

Nun bin ich schon über 2 Wochen hier und ich kann nur sagen es ist bisher die größte und beeindruckendste Erfahrung in meinem Leben. Am Anfang hatte ich etwas mit Heimweh zu kämpfen, aber sobald man in der Schule ist und die Freude der Kinder miterlebt vergisst man das komplett. Die Schule ist immer von 9-15 Uhr, das heißt wir haben auch Lunch in der Schule. Nach der Schule bereite ich immer etwas Unterricht für den nächsten Tag vor und suche mir Materialien zusammen. Die Zeit vergeht wie im Flug wenn man vorne steht und unterrichtet. Am Anfang hatte ich etwas Angst davor zu unterrichten, wegen der Sprache und doch auch einfach weil es einer Herausforderung ist. Die Angst hat sich aber nach den ersten Zweimal gelegt, die Kinder sind so motiviert und machen so gut mit, da geht unterrichten wirklich einfach. Mit meiner Gastfamilie habe ich auch sehr Glück, sie sind alle total nett und das Essen schmeckt hier überall auch sehr gut. 

Am Wochenende machen wir immer Ausflüge, bisher waren wir in den Slums allerdings mit einem Freund der Familie, da es alleine doch zu Gefährlich gewesen wäre. Das Wochenende darauf sind wir in den Nationalpark, das Giraffen Center und das Elefantenwaisenhaus, ich kann das nur jedem Empfehlen zu machen, was sehr beeindruckend! 

Nun ist die Hälfte meiner Zeit hier schon vorbei und ich werde die nächsten Wochen noch sehr genießen! Ich freue mich noch die Wochen mit den Kindern in der Schule zu verbringen, da sie wirklich sehr dankbar sind und sich über jede Kleinigkeit sehr freuen. Außerdem genieße ich es, hier so eine Erfahrung machen zu dürfen. Das Leben hier ist der komplette Gegensatz zu Deutschland, ich habe hier schon so viele Dinge gesehen die ich niemals in Deutschland gesehen hätte. (Das Leben innerhalb Nairobis weißt zwar auch Unterschiede auf, da es eine deutliche Oberschicht und eine deutliche Unterschicht gibt, leider keine wirkliche Mittelschicht.) Die Menschen hier sind aber alle trotzdem so glücklich, wofür ich Sie sehr, sehr bewundere. Die Kinder hier sind auch alle viel "taffer", wenn sich hier ein Kind verletzt wird da kein großes Drama draus gemacht sondern einfach weiter gespielt, in Deutschland hätten die meisten Kinder wahrscheinlich erst mal eine halbe Stunde geheult. 

Nach meinen ersten zweieinhalb Wochen kann ich zusammenfassend sagen, dass die Menschen und vor allem die Kinder hier mich sehr beeindrucken und man alles was man hat schätzen sollte. Hier herrscht ein anderes Leben, alles ist viel einfach und trotzdem funktioniert alles. Ich bewundere hier alle stark! Und bin gespannt, was in den nächsten 3 Wochen noch passiert. Ich freue mich drauf!

Leah

Nun bin ich schon seit fast drei Wochen in Kenia/Nairobi und es gibt bereits so einiges zu erzählen…  Nach einer doch sehr spontanen und kurzfristigen Organisation startete die Reise am Donnerstag, den 13. Oktober, von Frankfurt aus. Dort traf ich auch schon Leah, eine andere Freiwillige, mit der ich zusammen meinen voluntary service bestreiten sollte. 

Nach unserer Ankunft wurden wir von unserem ‘‘Familienvater‘‘ abgeholt und in unser neues zu Hause gebracht.  Unsere Gastfamilie ist wahnsinnig nett und aufgeschlossen, sodass es problemlos möglich war, sich in das alltägliche Familienleben einzufügen.  Unsere Gastfamilie wohnt ca. eine halbe Stunde Busfahrt vom Nairobi Stadtzentrum entfernt in einem für hiesige Verhältnisse relativ geräumigen Apartment. Dieses befindet sich ca. 200m von den Slums entfernt und liegt in einem ruhigen, abgetrennten Hinterhof. 

Am darauffolgenden Montag begann dann der voluntary service als ‘‘teacher‘‘ im Children Centre. Ich hatte mir im Vorfeld natürlich so einige Gedanken gemacht und war gespannt, inwiefern sich diese Vorstellungen bestätigen würden.  Das Children Centre ist im Prinzip eine Grundschule für die Klassen 1-3, mit einer vorgelagerten preunit- und einer baby-class. Dadurch sind Altersklassen von 3 bis 9 Jahren vertreten. 

Der erste Tag war erst einmal ein ‘‘Eingewöhnungstag‘‘, durch welchen man zunächst einmal einen ersten Kontakt zu den Schülern und Lehrern herstellen sowie einen groben Überblick über den täglichen Ablauf der Schule bekommen sollte.  Ich wurde der ältesten Klassenstufe, class 3, zugeteilt, und wurde auch sofort am ersten Tag in den Unterricht eingebunden. 

In den letzten Wochen war meine ‘‘Lehrertätigkeit‘‘ immer fächerübergreifend (Englisch, Mathe, Geographie etc.), was das Unterrichten sehr angenehm und abwechslungsreich gestaltet hat.  Die meisten Kinder im Children Centre wohnen in den nahegelegenen Kibera Slums. Dadurch sind die Kinder einen deutlich raueren und härteren Alltag gewöhnt, als man das von zu Hause gewöhnt ist. Jedoch konnte ich bis jetzt noch keine negativen Auswirkungen des Slums-Lebens bei den Kindern feststellen. Ganz im Gegenteil: Die Kinder kommen einem für ihr Alter fröhlicher, offener und motivierter vor, als man es teilweise von Gleichaltrigen aus Deutschland gewohnt ist. 

Der grundsätzliche Wochenalltag wird also hauptsächlich von de Tätigkeit im Children Centre und etwaiger Vor- und Nachbereitungen bestimmt.  An den Wochenenden hat man dann allerhand Zeit, die man für Ausflüge, Erkundungstouren und Unternehmungen nutzen kann. 

An den ersten Wochenenden habe ich bereits Nairobi erkundet, einen Ausflug in die Slums gemacht, einen kenianischen Barbecue-Abend mitgemacht, eine Nationalpark besucht und tatsächlich auch schon die Nairobi-Bars und Pubs kennen gelernt. Am nächsten Wochenende geht es dann mit Leah nach Mombasa, um das Meer und die herrlich-weißen Strände zu genießen.  Zudem haben wir bislang an jedem Sonntag mit unserer Gastfamilie am hiesigen Gottesdienst teilgenommen. Die Gestaltung der Gottesdienste ist deutlich freier, lauter und Musik geprägter als in Deutschland, sodass auch dies eine tolle, neue Erfahrung war. 

Soviel zu den ersten Eindrücken und Erlebnissen aus Kenia. 

Frederic

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