Freiwilligendienst in einem Krankenhaus in Accra - Das Kennenlernen einer fremden Kultur

(von Petra, 22.11.2016)

Seit ca. 6 Wochen ist Ghana zu meinem neuen zu Hause geworden. Ich hatte mich dafür entschieden 5 Monate in einem Krankenhaus als Medizinische Fachangestellte zu arbeiten. Angekommen am Flughafen wurde ich herzlich von meinem Gastvater Evans und seiner Mitarbeiterin Esenam herzlichst begrüßt und in das neue Leben in Afrika eingestimmt. Es ging auch gleich am nächsten Tag los und ich durfte zusammen mit Esenam die Hauptstadt Ghanas – Accra mit über 2 Millionen Menschen kennen lernen.

Das Einführungsprojekt ging eine ganze Woche und ich habe super,  viele, schöne, und vor allem interessante kulturelle Dinge gesehen und erleben dürfen. Angefangen mit einem Trommelkurs bis zum fachmännischen öffnen einer Kokosnuss sowie das Trinken der Kokosmilch war einiges dabei. Beeindruckt war ich in der einen Woche schon von Sehenswürdigkeiten, Esskultur und das Leben in Afrika. Gespannt war ich schon auf den Start in der Klinik in der ich leider erst 2 Wochen später anfangen konnte. Meine Papiere wie Lebenslauf & Bewerbung waren von Afrikanischer Seite noch nicht fertig und somit war warten angesagt. Das ist hier aber nichts Außergewöhnliches. Um die Zeit zu verkürzen durfte ich in eine Schule reinschnuppern und wurde sogleich zum unterrichten auserkoren. Das war vielleicht spannend aber auch eine tolle Erfahrung für mich. 

Die Kids begrüßen ein sehr herzlich, immer mit einem Lächeln im Gesicht und so fiel es mir nicht schwer, den Kindern aus dem Leben von Deutschland, meiner Arbeit und von meinen Hobbys zu erzählen, zu unterhalten und auch zu unterrichten.  Als alle Papiere dann vollständig waren, ging es in der Klinik endlich los.

Mein Arbeitsplan stand und mein erster Tag von insgesamt 5 Wochen begann in der Notaufnahme. Die ersten Tage vergingen mit viel zuschauen und zuhören, war nicht so aufregend aber trotzdem irgendwie beeindruckend. Als ich das Aufnahmesystem dann verstanden hatte, durfte ich die Patienten selbstständig aufnehmen. Hierbei musste der Blutdruck, die Temperatur sowie die Größe und das Gewicht erfasst und in das Computersystem eingetragen werden. In den darauf folgenden Tagen und Wochen bekam ich dann weitere Aufgaben dazu. Mit verabreichen von Injektionen, versorgen von Wunden war das Aufgabengebiet schon auch manchmal eine Herausforderung für mich. Der Standard wie ich es von Deutschland gewohnt bin ist manchmal doch etwas weniger.

Nach der Notaufnahme werde ich noch weitere Stationen im Krankenhaus durchlaufen.
D.h. in den nächsten vier Monaten werde ich noch im Labor, der Pädiatrie und in der Gynäkologie mit dabei sein. Auf die Gynäkologie freue ich mich jetzt schon sehr und hoffe dass einige Babys geboren werden. 

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