So geht es mir im Kinderheim in Pokhara

(von Amalia, 17.03.2017)

Namaste alle zusammen, ich war die letzten ein und halb Monate in einem Kinderheim in Pokhara, Nepal. Das beinhaltet den Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen- vor allem im Fach Englisch oder Mathe, sie zur 45 minütigen entfernten Schule bringen und wieder abholen und für die 73 Kinder Mahlzeiten vorbereiten- was eine Menge geschnippeltes Gemüse ist mal ganz nebenbei gesagt... 

Im Moment sind wir 6 Volunteers, aus ganz verschiedenen Ecken der Welt, aber wir sind alle wegen derselben Sache hier: der Kinder. Die Kinder sind alle aus Tibet (Mustang) und wurden von ihren Eltern- wenn sie denn noch welche haben- nach Pokhara geschickt um zur Schule zu gehen. 

Was mich fasziniert hat ist, dass obwohl die Kinder so unterschiedlich alt sind (3-18 Jahre alt), aus verschiedenen Teilen von Mustang kommen und verschiedenen Kasten angehören, sie trotzdem zusammen halten wie gute Freunde und sich umeinander kümmern wie Geschwister. Wenn man jeden Tag so eng aufeinander sitzt sind kleine Auseinandersetzungen natürlich unausweichlich, aber wie liebevoll und gerne die älteren Kinder sich um die jüngsten kümmern ist jeden Tag aufs neue schön zu sehen. 

Einerseits sind die Kinder hier einfach Kind, rennen barfuß durch den Hinterhof und spielen Fußball oder Fangen, andererseits sind sie sehr selbstständig- sie waschen ihre Kleidung selber von Hand, helfen sich gegenseitig dass die Schuluniform ordentlich sitzt und die Schuhe glänzen, helfen beim kochen oder betreuen die kleineren Kinder damit die Erwachsenen Betreuer die hier auch leben andere Dinge erledigen können. 

Vor Kurzem war die tibetische Neujahrsfeier- drei Tage lang wurde laute Musik aus Boxen gespielt, getanzt, gesungen, gegessen und gelacht. Die Kinder hatten extra Schulfrei bekommen um das Jahr 2144, das Jahr des Feuervogels zu feiern. 

Das Holi Festival vor ein paar Tagen war ein einmaliges Erlebnis, und ich empfehle jedem, diese Erfahrung zu machen: Überall auf den Sraßen ist Musik, Leute tanzen, Wildfremde beschmieren sich mit Farbpulver, machen Fotos und wünschen sich gegenseitig "Happy Holi". Ein Mann hat das Holi Festival für uns zusammengefasst; er hat gesagt: "For us, the Holi Festival is about forgetting our sorrows and celebrating how colourful and beautiful the world is. The Good triumphs over the Bad. So today we are happy." 

Die Leute hier in Nepal sind so unglaublich freundlich und und warmherzig, egal welcher Generation sie angehören, man fühlt sich von Anfang an willkommen, und sie lieben es den Touristen ihre Kultur, Traditionen und Sprache beizubringen. 

Die Bewohner des Kinderheims, sind alle ein über 80-köpfige, (meistens) liebevolle Familie, die gerne vorübergehende Mitglieder aufnimmt und uns willkommen heißt, auch wenn wir tollpatschigen Weißen das ein oder andere Mal beim Zwiebeln scheiden unsere Finger erwischen und damit für Lacher bei den älteren sorgen- ich fühl mich mittlerweile als Teil der Familie (der Koch weiß seit einigen Tagen sogar wie ich heiße!), und freu mich auf die kommenden ein und halb Monate hier. 

Grüße aus Pokhara, Mali

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