Freiwilligenarbeit auf den Galapagos Inseln

(von Fynn, 28.03.2018)

Galapagos - Nahezu kein anderer Fleck auf dieser Erde ist derart mit Mythen aufgeladen wie der Archipel 1000km westlich von Ecuador. Durch den Biologieunterricht in der Schule und zahlreiche Dokumentationen hatte ich ein ganz eigenes Bild von den verzauberten Inseln und wollte meinen Beitrag zum Erhalt dieses Wunders leisten. Deswegen war meine Ankunft am Flughafen San Cristóbal und die anschließende Fahrt im Pick-Up-Taxi zum Haus meiner Gastfamilie ein echter Kulturschock für mich. Statt riesigen Schildkröten und Echsen an jeder Ecke sah ich viele halbfertige Gebäude, viele Hühner und viele Hunde.

Als ich allerdings später an der Hafenpromenade war, die etwa 10-15 Gehminuten vom Haus entfernt liegt, hat sich schon mehr Galapagos-Feeling eingestellt. Sonnenuntergang, Seelöwen am Strand und im Wasser, Fregattvögel und Pelikane in der Luft und die endemischen Meerechsen auf den Felsen. Meine erste Aufgabe war das Beobachten und Zählen der Seelöwenkolonie in der Bucht von Puerto Baquerizo Moreno, was sich als schwierig erweist, da man das Geschlecht des zu bestimmenden Tieres nicht immer sofort und mit absoluter Klarheit erkennt, allerdings deckten sich die Ergebnisse zum Schluss weitestgehend mit den Ergebnissen, die eine andere Freiwillige etwa einen Monat zuvor erhoben hatte.

Danach habe ich etwa 3 Wochen in einer der vielen Tauchschulen des Ortes gearbeitet, wodurch ich einen Rabatt auf den von mir absolvierten Tauchschein bekommen habe. Ausserdem habe ich dadurch viele Einheimische kennengelernt, mein Spanisch hat sich verbessert und ich durfte manche der von mir verkauften Touren kostenlos mitmachen. In dieser Zeit bestanden meine Tage aus dem Verkaufen der Touren, dem Waschen des benutzen Equipments und dem Befüllen der Sauerstofftanks. Die zeitaufwendige Arbeit hat sich meiner Meinung nach enorm gelohnt, weil ich dadurch die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten kennengelernt habe und natürlich die einzigartige Unterwasserwelt erkunden konnte, die Galapagos für mich zu dem Paradies macht, als das es überall gilt. 

Während meines zweimonatigen Aufenthalts habe ich noch im Galapaguera, der örtlichen Schildkrötenaufzuchtstation, gearbeitet. Während dieser Woche habe ich die Becken der Schildkröten gereinigt, sie gefüttert und bei der Ausrottung invasiver Pflanzen mittels Machete geholfen. Eine weitere Aktivität war das Überprüfen der Mikroplastikbelastung der einzelnen Strände, was ein großes Problem darstellt. Zudem hatte ich noch 10 Tage Zeit, um mir Isabela und Santa Cruz anzugucken, was sich wirklich sehr gelohnt hat und wozu ich jedem, der sich für dieses Projekt entscheidet, nur raten kann.

Abschließend kann ich sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht, mich auf alle Fälle extrem bereichert hat und ich mich bei meiner Familie sehr wohl gefühlt habe. Ich kann dieses Projekt jedem mit einem Interesse an den Inseln und ihrer Flora und Fauna und genügend Spanischkenntnissen, die sich mit der Zeit hier allerdings auch von selbst verbessern, wärmstens empfehlen.

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