In diesem Zeitraum hatten die Kinder gerade Ferien, weshalb die anderen Freiwilligen nicht in Tonle Bati waren. Ich war also allein in der Stadt unterwegs. Immer zu Fuß zum National Museum, Wat Phnom oder Central Market, denn dadurch sah man viel mehr vom Stadtleben und lernte schneller die Einheimischen kennen. In einer Millionenstadt zu leben heißt aber auch vorsichtig zu sein, vor allem hier, wo die Kriminalität besonders am Abend und in der Nacht sehr präsent ist.

Mitten in der Ferienwoche bin ich nach Tonle Bati umgezogen. Mit dem Auto fuhren wir ca. eine Stunde. Die Seametrey Children´s Village wurde erst vor einem Jahr eröffnet, dass heißt es ist noch nicht alles fertig gebaut, aber immerhin schon angefangen. Ein Fitnessraum und eine Bibliothek sind bereits im Aufbau, jedoch können sie aufgrund finanzieller Mittel nicht fertig gestellt werden. Als die wieder Schule begann, kamen auch die meisten der Freiwilligen zurück. Es waren sechs deutsche und drei französische Freiwillige mit denen man sich sehr gut verstand. Da ich noch nicht im Stundenplan integriert war, habe ich zunächst die Stunden von Freiwilligen übernommen, die zur Zeit krank waren oder später aus dem Urlaub zurück kehrten. Dabei bekam ich einen Überblick von den Schülern, den Aufgaben als Freiwillige und der Schule.

Um ca. 15 Uhr war der Schultag für alle vorbei. Der blaue Schulbus fuhr nach Phnom Penh und die Freiwilligen hatten ab diesen Zeitpunkt auch offiziell Freizeit. Mit einem Fahrrad konnte man nach ca.10 Minuten die Hauptstraße erreichen und auf dem Markt einkaufen gehen oder einfach nur die Gegend um den Tonle Bati See erkunden. Am Abend wird beim gemeinsamen Essen der schöne Ausblick auf den Tonle Bati genossen.

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