Unterrichten in Ghana - Ich wäre gern länger geblieben

(von Charlotte, 28.11.2017)

 Jetzt bin ich schon seit drei Monaten in Ghana und meine Zeit neigt sich langsam dem Ende zu - in zwei Wochen geht es wieder zurück nach Deutschland. Dies erscheint mir jetzt noch komplett abwegig, da ich mich so gut eingelebt habe und gerne länger bleiben würde. Zum einen verbringe ich gerne Zeit mit meiner Gastfamilie, helfe den Kindern bei den Hausaufgaben und spiele mit ihnen. Am Wochenende bin ich viel mit den anderen Freiwilligen verreist, die alle für ein Jahr hier sind. So konnte ich viel von Ghana sehen und zahlreiche tolle Menschen kennen lernen.

Auch in der Schule fühle ich mich sehr wohl und nach den ersten drei Wochen hat sich auch der Alltag eingependelt und ich hatte meinen festen Stundenplan. Meine Hauptaufgabe ist der Französischunterricht von der ersten bis zur dritten Klasse. Darüber hinaus habe ich noch eine Stunde Englisch in der vierten Klasse und Creative Arts in der zweiten Klasse. Zum unterrichten lässt sich sagen, dass es schwerer ist als gedacht, da die Kinder nur Frontalunterricht gewöhnt sind und so eigenständiges denken wirklich schwierig für sie ist.

Auch ist es schwer eine Autoritätsperson gegenüber Ihnen zu sein, da die Kinder wissen, dass man sie nicht schlägt - im Gegensatz zu allen anderen Lehrern. Da wäre ich auch schon beim nächsten Punkt und zwar das Schlagen in der Schule, es klingt schlimmer als es ist, da man sich mit der Zeit wirklich daran gewöhnt. Es ist nur deprimierend wenn man mit ghanaischen Lehrern darüber redet und sie sich gar nicht überzeugen lassen, da das Schlagen so stark in der Kultur verankert ist.

Sonst verstehe ich mich aber auch mit den Lehrern sehr gut und die Arbeit in der Schule macht sehr viel Spaß, da ich sehr viel Freiraum habe eigene Ideen durchzusetzen. So habe ich zum Beispiel angefangen ein bisschen Erdkundeunterricht zu machen, denn geografisches Wissen ist hier so gut wie nicht vorhanden. Außerdem konnte man viel mit den Kindern basteln und ich bin gerade dabei die Kinder Briefe schreiben zu lassen, damit jeder einen Brieffreundschaft nach Deutschland haben kann. 


Alles in allem ist also zu sagen, dass mir die Arbeit in der Schule sehr viel Spaß gemacht hat auch wenn man manchmal kleine Hürden meistern musste. Zum Land an sich lässt sich sagen, dass einem Menschen überall mit sehr viel Gastfreundlichkeit empfangen und immer helfen, falls du Hilfe benötigst. Die Natur hier ist sehr schön und auch mein Einsatzort (Agona Swedru) ist nur eine halbe Stunde vom Meer entfernt, was wirklich toll ist. Auch das Reisen geht sehr einfach, da Ghana ziemlich sicher ist und man sich sehr frei bewegen kann. Das ghanaische essen habe ich mittlerweile schätzen gelernt und es wird mir mit Sicherheit fehlen. 

Abschließend kann ich sagen, dass mir der Freiwilligendienst sehr viel Spaß gemacht hat und ich die Zeit hier sehr genossen habe und ich es auf alle Fälle weiterempfehlen kann!

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