Meine Zeit im Kinderheim in Kamerun

(von Hanna, 16.02.2018)

Ich bin 18 Jahre alt und komme aus München, ich habe mich entschlossen nach dem Abitur einen Freiwilligendienst in Afrika anzutreten. Entschieden habe ich mich letztendlich für das Kinderheim in Mbengwi, Kamerun. Als ich in Douala angekommen bin war ich erst einmal total überwältigt von der afrikanischen Lebensweise sowie den vielen neuen Sachen die man zu sehen bekommt. Das hat sich allerdings schnell gelegt und ich war eigentlich nur noch gespannt wo ich die nächsten Monate verbringen werde und wollte endlich die Kinder und die Familie des Leiters des Waisenhauses kennen lernen. 

 Als ich endlich im Kinderheim angekommen bin sind die Kinder sofort auf mich zugestürmt gekommen. Alle haben mich total herzlich empfangen und haben sich ebenfalls gefreut, dass ich endlich da bin. Afrikanische Kinder haben eine ganz andere Art mit Fremden umzugehen, schüchtern oder zurückgezogen sein kennt hier keiner. Sie haben mich sofort aufgenommen, als würde ich zu ihrer eigenen Familie gehören, was wirklich sehr schön war. 

Den ganzen Tag mit den Kindern zu verbringen und ihr Leben für die kurze Zeit die ich hier bin so schön und aufregend wie möglich zu gestalten macht wirklich Spaß. Leider ist es schwer in die Realität umzusetzen den Kindern etwas Abwechslung zu bieten, da es sehr schwer ist das Waisenhaus zu verlassen und z.B. nach Mbengwi oder Bamenda (nächst größere Stadt, ca.20km entfernt, und drittgrößte Stadt Kameruns) zu gelangen. Außerdem ist es aufgrund von Aufständen in Kamerun den jüngeren Kindern leider nicht möglich die Schule zu besuchen, so müssen ich, sowie ein weiterer Freiwilliger der im Moment da ist, versuchen den Kindern wenigstens die Basics in lesen, schreiben und rechnen beizubringen. Meine einzigen Aufgaben sind eigentlich mich um die Kinder zu kümmern, mit ihnen zu spielen, malen, lernen etc. und wenn ich möchte, den Kinder helfen ihre Kleidung oder sich selbst zu waschen oder in der Küche zu helfen. 

Leider besitzen die Kinder nichts außer ihrer Kleidung, die oftmals schon viele Löcher hat, jedoch keinerlei Spielzeug o.ä. somit ein Tipp an die nächsten Freiwilligen: lasst das ganze unnötige Zeug zuhause ihr braucht hier sowieso nichts außer ein paar alte Klamotten und füllt eure Koffer lieber mit alter Kinderkleidung, Spielzeug oder Süßigkeiten, das würde den Kindern wirklich eine große Freude machen. 

Alles in allem ist das echt ein schöner Ort an dem man mit viel Freude ein paar Monate seines Lebens verbringen kann, hier lässt es sich wirklich gut leben.

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