Mein Praktikum im Human Rights Center in Tansania

(von Viviean, 07.10.2018)

Ich bin nun seit etwas mehr als drei Wochen in Arusha, Tanzania und habe mich mittlerweile eingelebt. Meine Gastfamilie hat mich sofort begeistert. Ich hatte schon beim mailen mit ihnen noch in Deutschland bereits ein gutes Gefühl, aber als ich dann schließlich in ihrem zu Hause ankam, waren sie noch herzlicher als erwartet. Nach Arusha bin ich gekommen für ein Praktikum am Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Wir haben allerdings den Plan vorerst geändert, weswegen ich nun die ersten vier Wochen in einem Legal and Human Rights Center absolviere. Dieses stellt Bedürftigen Rechtsberatung und Hilfe zur Verfügung, wenn ein rechtliches Problem vorliegt und klärt die Mandanten über ihre Rechte auf.

Die Mitarbeiter dieses Centers leisten wirklich großartige Arbeit! Das Center ist aufgeteilt in vier Abteilungen, jede mit einem anderen Rechtsgebiet. In den vier Wochen, die ich dort verbringen werde, werde ich jede Woche die Möglichkeit haben in eine andere Abteilung hinein zu schnuppern. Danach wird es dann für mich an den Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen, worauf ich auch schon sehr gespannt bin. 

Dass anfangs gemachte Plänen geändert werden, steht hier an der Tagesordnung, wie bspw. auch mein ursprünglich geplantes Praktikum zeigt. Darauf war ich vorbereitet. Worauf ich allerdings nicht so vorbereitet war, ist wie unruhig mich die Ungewissheit, ob auch am Ende alles klappen wird, macht. Jedoch haben mir bereits meine ersten Wochen hier vor Ort gezeigt, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt. Bisher hat alles immer geklappt, es muss nur etwas mehr Zeit mitgebracht werden. Auch das war mir zwar im Grunde klar, jedoch bin ich ungeduldiger als von mir selbst erwartet. Das ist vielleicht eine Tugend, die ich hier lernen kann.

Bevor ich mit dem Praktikum begann, hatte ich zunächst eine Safari in der Serengeti gemacht und das hat mir wirklich geholfen hier anzukommen. Nämlich nicht direkt mit dem Stadttrubel in Arusha zu beginnen, sondern erst ein bisschen die Schönheit dieses Landes zu genießen, hat mich, denke ich, vor Heimweh und einen kleinen Kulturschock des anderen Lebensalltags hier bewahrt. Mittlerweile genieße ich, die Andersartigkeit des Lebens hier vor Ort und bin gespannt, was ich in meiner nächsten Praktikumsstelle lernen werde und welche Ausflüge ich hier wohl noch werde unternehmen können. 

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