Es gibt immer etwas zu tun - Mein Einsatz in Nepal

(von Michael, 04.02.2019)

Michael beim Freiwilligendienst in NepalMein Erfahrungsbericht über meinen Aufenthalt in Nepal, wo soll ich da bloß anfangen.... Zunächst möchte ich an dieser Stelle sagen, dass es meine erste Reise in ein asiatisches Land ist. Bereits im Flugzeug von Istanbul nach Kathmandu lernte ich die ersten 2 Nepalesen, sowie einen Bengalen kennen, die sofort freundlich und hilfsbereit waren. Am Flughafen in Kathmandu angekommen wurde ich von meinem Ansprechpartner und seiner Frau herzlich empfangen. Auf der Autofahrt in ihr Haus erzählten sie mir bereits etwas über das Land, die Stadt und die Gegend. Im Haus angekommen lernte ich die 15 Kinder kennen. Diese sind zwischen 3 und 19 Jahren und gehen zur Schule bzw. studieren. Mein Zuhause in meinen 3monatigen Aufenthalt teile ich mit meiner Gastschwester und ihrer Tochter.

Zum Tagesablauf und meinen Aufgaben: 
Die Kids stehen sehr früh auf, denn bereits um 6:30 Uhr wird gebetet, danach wird gegessen und anschließend beginnt auch schon die Schule für die meisten Kinder. Gegen 12 Uhr gibt es Mittagessen, wobei die meisten Kinder in der Schule essen. Nachmittags werden Hausaufgaben erledigt, Spiele, Sport und sonstige Aktivitäten gemacht. Um 18 Uhr wird das zweite Mal gebetet, worauf das Abendessen folgt. Zwischen durch gibt es immer wieder Tee. Vor dem Schlafengehen verbringt die Familie die Zeit teils gemeinsam, teils in kleineren Gruppen miteinander. 

Ich beginne den Tag bei meiner Gastfamilie und kann mir dabei meistens Zeit lassen. Meine Aufgaben und meine Arbeitszeiten sind sehr flexibel. Eigentlich ist alles freiwillig. Oft helfe ich bei den Hausaufgaben, beim Kochen und Spielen. Es gibt immer etwas zu tun. Ich war bereits einige Male in der Schule und habe in fast allen Klassen von Deutschland erzählt und etwas "Unterricht" gegeben. (Der Mathelehrer hat mich übrigens auf Facebook geadded). Außerdem gehe ich mit meinem Ansprechpartner und manchmal anderen Helfern montags in die Straßen von Kathmandu und geben den Street Kids etwas zu essen. Manchmal gehe ich auch mit den Kindern einfach durch die Stadt und kaufe Süßigkeiten. Freitags und samstags ist Gottesdienst; und zwar auf eine ganz spezielle Art.

Besondere Momente: 
Ich bin nun die dritte Woche meiner 3-monatigen Reise hier und habe schon mehr erlebt, als ich mir es für meine gesamten Aufenthalt vorgestellt habe. Jedes Mitglied der Familie ist mir bereits ans Herz gewachsen. Mit dem 9-jährigen Sohn meines Ansprechpartners bin ich am dritten Tag zum Friseur gegangen, da er meinen Haarschnitt so cool fand, dass er diesen selbst haben wollte. Besonders mit den Jungs durfte ich tiefgründige Gespräche und Einblicke in ihrer Vergangenheit erleben. 

Außerdem besuchte uns eine Gruppe Chinesen, eine Thailänderin und einem Malaysianer. Mit ihnen war ich auf Sight-seeing-tour und sogar 4 Tage in Pokhara. Diese Stadt ist 8 Stunden mit dem Bus entfernt und ein Must-see in Nepal. Unter anderen war ich mit ihnen das erste Mal in meinem Leben paragliden!  Ich habe mich inzwischen bestimmt mit 20 Menschen via Internet connected.  Auch im "Mystic Vibe Ftiness Studio" habe ich interessante Menschen kennengelernt. Ein Workout zu PsyTrance ist definitiv auch eine Erfahrung wert. Mein persönliches Highlight bis dato ist das Kennenlernen einer super sympathischen Frau mit der ich mich nun regelmäßig treffen werde und die Zeit unbeschreiblich gerne genieße. 

Alles in allem bin ich fasziniert von der Vielseitigkeit und Mentalität dieses Landes, wobei mir geraten wurde tiefer ins Land zu reisen, um den wirklich wahren Spirit von Nepal kennen zu lernen. Ich fühle mich hier nicht als gewöhnlicher Tourist, so wie es die meisten anderen sind, aber das liegt natürlich an jedem einzelnen selbst. Es gibt noch so vieles zu erzählen, was ich bereits in dieser kurzen Zeit erlebt habe, den Bericht sollte ich jedoch im Rahmen halten. 

Ach ja eine Heizung gibt es in den meisten Häusern übrigens nicht, in der Nacht kühlt es ziemlich ab. Auch eine "normale" Toilette mit Klospülung ist selten. Die Wäsche wird von handgewaschen und die heiße Dusche zu genießen habe ich als großen Luxus empfunden, nachdem ich das erste Mal mit 12ºC-Wasser geduscht habe. 

Als ich jedoch die Streets von Kathmandu und die Slums von Phokara gesehen (und dort geholfen) habe, ist mir noch ein Mal bewusster geworden, in welchem reichen Land wir in Deutschland leben. 

By the way es lohnt sich die Sprache etwas zu erlernen. Ist ziemlich easy. Super Land, super Menschen, super Momente! 

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