Mein Freiwilligendienst in Hanoi, Vietnam

(von Denise, 27.10.2019)

Im September 2019 habe ich vier Wochen in der Hauptstadt Vietnams gelebt und gearbeitet. Ich habe meinen Freiwilligendienst mit wenigen Erwartungen angetreten, denn so konnte ich nicht enttäuscht, sondern nur überrascht werden. Und ich muss sagen, dass jede Erfahrung und jede Erkenntnis, die ich dort gesammelt habe, von großer Bedeutung für mich sind und ich diese niemals vergessen werde. Meine Reise nach Hanoi verlief ohne Probleme. Bereits in Deutschland hatte ich Kontakt mit Mitarbeitern von der Partnerorganisation. Vor Ort wurde ich ebenfalls direkt sowohl von den Mitarbeitern, als auch von den anderen Freiwilligen mit offenen Armen empfangen und herumgeführt. Ich fühlte mich zu jeder Zeit bestens unterstützt und niemals alleine.

Die ersten Tage galten als Orientierungstage, in denen ich mehr über mein Projekt, die Hausregeln bzw. Grundsätze über Vietnam und die Kultur sowie die Innenstadt inklusive einiger Sehenswürdigkeiten gelernt habe. Beworben habe ich mich für ein Projekt mit dem Namen „Mitarbeit in einem Kindergarten“. Vor Ort habe ich dann mehr über die Partnerorganisation und all deren Projekte erfahren. Auf Grundlage meines Motivationsschreibens hat mir die Partnerorganisation ein Projekt vorgeschlagen, von dem sie dachten, dass es gut zu mir passt und bei dem sie meine Hilfe extrem gebrauchen könnten. Da ich ein sehr offener und spontaner Mensch bin, habe ich mich dazu entschieden, das mir vorgeschlagene Projekt zu betreuen. Dabei handelte es sich um eine Schule für behinderte Kinder, bei der vorrangig Kinder mit Down-Syndrom, Autismus und verschiedenen Lähmungen betreut werden. Die Kinder waren circa zwischen 4 und 18 Jahren alt. Meine Hauptaufgabe war es, Einzelunterricht mit den Kindern zu führen und dabei einen besonderen Fokus auf sportliche Aktivitäten zu legen. Natürlich haben wir auch die geistlichen Fähigkeiten der Kinder trainiert. Es war sehr schön zu beobachten, dass sich die Kinder immer gefreut haben, wenn ich sie aus ihren Klassen zum Einzelunterricht geholt habe. Meine Arbeitszeiten waren sehr überschaubar. Ich habe täglich von ca. 8:30 – 11:00 Uhr sowie von ca. 14:30 – 16:00 Uhr gearbeitet. Somit hatte ich täglich 3 ½ Stunden Mittagspause, die ich dazu genutzt habe mit anderen Freiwilligen zu Mittag zu Essen, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder allgemein Hanoi zu erkunden. Fast jeden Tag haben wir einen Coconut-Coffee oder einen Egg-Coffee getrunken, die beide sehr bekannt sind für Vietnam und unglaublich lecker schmecken.

Die Arbeit mit den Kindern hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Mir war von Anfang an bewusst, dass ich keine riesige Veränderung im Leben der Kinder bewirken kann, wenn ich „nur“ vier Wochen vor Ort bin. Aber was ich wusste und was ich mir von Anfang an bewusst gemacht habe, ist, dass jeder noch so kleine Augenblick, in dem ich ein Kind zum Lachen gebracht habe, es gelobt oder Liebe geschenkt habe, ich seine Welt zumindest in diesem Augenblick ein Stückchen besser gemacht habe. Das ist das Einzige, was zählt.

An den Wochenenden haben wir immer mit mehreren Freiwilligen Ausflüge gemacht. Die Highlights waren eine Schiffsfahrt inklusive Übernachtung auf dem Schiff in Ha Long Bay, eine Trekking Tour durch SA PA, eine Bootstour durch den Trang An Nationalpark inklusive Durchquerung von über 250 Meter langen Höhlen in Ninh Binh. Am Ende meiner Reise habe ich noch auf eigene Faust eine Insel erkundet und die Ruhe auf der Insel genutzt, um die letzten Wochen Review passieren zu lassen.

Mir bleibt nur zu sagen, dass diese Reise mit all ihren Erlebnissen, Herausforderungen, Erkenntnissen und Freundschaften einfach wundervoll war. Ich habe mich persönlich unglaublich weiterentwickelt und bin sehr dankbar, dass ich diese Reise antreten konnte. Ich würde es jederzeit wieder tun und kann jedem von ganzem Herzen empfehlen, über seinen Schatten zu springen und sich auf dieses Abenteuer einzulassen.

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